Pensionen Colca Canyon

Die Bedeutung des Tourismus für ein peruanisches Dorf

Übernachten Sie in der lokalen Gemeinschaft im Colca Canyon

Lamas laufen durch die Felder, eine Herde von Alpakas kreuzt neugierig die Straße. In der Ferne erheben sich die schneebedeckten Berggipfel der Anden, durchkreuzt von einzelnen Vulkanen, die wütenden Rauch ausstoßen. Dies ist die spektakuläre Route von Arequipa zum Colca Canyon, wo wir uns dem Tal über dem Patapampa Pass auf fast 5000 Metern nähern. Uns erwartet eine Familie im Dorf Coporaque. Bis 2016 wurde dieses Dorf, einschließlich der familiengeführten Pensionen für Touristen, von einem Erdbeben vollständig zerstört. Aber Dank den Fairaway-Kunden konnten die Pensionen ihre Türen wieder öffnen und teilen nun das lokale Leben in diesem wunderschönen Stück Peru wieder mit Reisenden.

Colca Canyon

Es ist Sonntag, der 14. August, als Fredy und Amanda, eine der vier Inhaber der familiengeführten Pensionen in Coporaque, nach einem schönen Tag zu Bett gehen. Gegen 22 Uhr verändert dieser Tag ihr Leben, da ein Erdbeben mit einer Stärke von 5,2 ihr Dorf, ihr Zuhause und jede Aussicht auf ein Einkommen zerstört. Unsere Reisespezialistin Johanna in Peru bat sofort um Hilfe bei den Kunden, die das Dorf Anfang des Jahres besucht haben. Hier zeigte sich, wie viele Menschen die Gemeinde von Coporaque ins Herz geschlossen haben. Viele Spenden erreichten das Dorf und die Familien konnten beginnen, ihre Häuser zu restaurieren und Touristen so schnell wie möglich wieder zu empfangen.

Packen wir es an!

Ein Jahr nach dem verheerenden Sonntagabend besuche ich die Familien, bewundere die brandneuen Räume, die sie mir stolz zeigen und höre mir ihre Geschichten an. Denn obwohl die Räume kaum Spuren von Zerstörung aufweisen, hat das Erdbeben das Leben dieser Familien nachhaltig geprägt. Einige Wochen vor meinem Besuch haben Hans und Marianne die Häuser offiziell wiedereröffnet. Hans: „Jesusa erklärte mir, wie tief betroffen die Gemeinschaft war. Alle Einnahmen aus dem Tourismus drohten plötzlich vollständig weg zu fallen. Alle Bemühungen und Investitionen schienen umsonst gewesen zu sein. Die Häuser mussten schnell wiederaufgebaut werden, aber jetzt sind sie besser gegen Erdbeben geschützt. Eine Architektin, die zum Zeitpunkt des Erdbebens als Touristin (in den Flitterwochen) anwesend war, begann Zeichnungen zu machen. Jeder hat mit angepackt und das gespendete Geld erwies sich nicht nur als ausreichend, um die grundlegenden Einrichtungen wieder aufzubauen, sondern dadurch konnten sogar die Räume noch schöner und moderner als zuvor gestaltet werden. „

Colca Canyon

Träume wurden wieder aufgebaut

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die Zimmer sind vollständig ausgestattet, die meisten mit einem eigenen Bad und heißem Wasser. Das letzte Jahr war schwer für die Bewohner des Dorfes. Umso glücklicher sind sie, Sie zu sehen und Sie am täglichen Leben teilhaben zu lassen. Während Ihres Aufenthaltes kümmern sich die Dorfbewohner aufrichtig um Sie: Die Familien bieten dreimal täglich leckere Mahlzeiten an, bringen Sie zu den schönsten Plätzen der Gegend und erzählen Ihnen von ihrem Leben im Colca-Tal.

Nach einem eindrucksvollen Ausritt durch die Berge mache ich ein Mittagessen bei der Familie Chocolate und Rocío. Während Rocio in der Küche dem Alpaka-Fleisch den letzten Schliff gibt und die ältesten Kinder den Tisch decken, höre ich mir ihre Geschichten über den Beginn ihrer Gastfamilienzeit an; sie hatten die erste Pension in Coporaque. Rocío wurde hier geboren, ging aber als Teenager nach Lima, um zu arbeiten und zu studieren. „Es war immer mein Traum, in meine Heimatstadt zurückzukehren, hier wollte ich eine Familie gründen. In Lima sah ich luxuriöse Häuser, die ich in Coporaque noch nie gesehen habe. Danach fing ich an, von meinem eigenen Haus auf dem Lande zu träumen, mit dem Komfort der Stadt wie Elektrizität, einer Dusche, heißem Wasser und einer schönen Arbeitsplatte zum Kochen.“

Colca Canyon

Und so tauschten sie die Hauptstadt gegen das Landleben in Coporaque und kauften mit ihrem verdienten Geld viel Land, um ihr Traumhaus zu bauen. Das Haus wurde gebaut, und als sie mit jemandem in Kontakt kamen, der ihnen vom Community Based Tourism erzählte, waren sie sofort interessiert. So erweiterten sie ihr Haus langsam um weitere Zimmer für Touristen und lernten in den folgenden Jahren alles Wissenswerte über nachhaltigen Tourismus, Fremdsprachen und andere Kulturen kennen. Durch das Erdbeben ist ihr Traumhaus buchstäblich zusammengebrochen, aber jetzt kocht Rocío wieder ihre Lieblingsgerichte für einen Tisch voller Touristen aus aller Welt.

Zuhause in Coporaque

Für Rocío und die anderen Familien in Coporaque bedeutet ihre Pension nicht nur ein gutes Leben. Es ist jetzt Teil ihrer Existenz geworden. Sie haben Spaß, ihre Kultur zu teilen und über andere zu lernen. Umgekehrt bieten sie Touristen ein einzigartiges Reiseerlebnis. An einem meiner Nachmittage im Dorf gehe ich mit Fredy zu den heißen Quellen im Tal. Ein Spaziergang über die Felder, mit atemberaubendem Blick auf die Berge und rauchenden Vulkanen. Auf dem Weg kreuzen wir Herden von Pferden und Alpakas und grüßen Schafe und Kinder. Hier, mitten im Alltagsleben im Colca-Tal, scheinen Reisebusse, Hotelketten und westliche Restaurants von einer anderen Welt zu sein.

Colca Canyon

Bevor ich Coporaque verlasse, mache ich noch einen letzten Besuch bei den Familien, die noch immer an den Häusern hart arbeiten. Man sieht schon den Unterschied – das Ende ist jetzt in Sicht. Bei Fredy und Amanda werden nun die letzten Steine für den Zaun des Hauses gelegt. In einem anderen Haus werden die Pflanzen mit großer Sorgfalt in den Garten gebracht. Rocío zeigt wieder einmal stolz auf einen Berg von Steinen, der bald eine ganz neue Erweiterung des Hauses sein wird: „Es war ein hartes und trauriges Jahr für uns alle. Jetzt ist es Zeit für Erfolg und ein schönes Leben in unserem neuen Zuhause. „

Annika

Annika

Unsere Peru Expertin

Lernen Sie  Annika kennen. Sie lebt schon seit Jahren in Peru und freut sich darauf Ihnen einen individuellen Reiseplan für Peru zusammenzustellen.

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Colca Canyon

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