Das Gegenteil von Gut…

ist gut gemeint.

Voluntourismus und seine Folgen

Das Dilemma des Voluntourismus

In England und den USA ist es bereits sehr beliebt und in Deutschland wird es immer beliebter: Freiwilligenarbeit im Ausland während des Urlaubs beziehungsweise Voluntourismus. Die Kombination aus Reisen und Freiwilligenarbeit ist unter Trendbeobachtern eines der Schlagworte aus dem Jahr 2014. Oft versprechen die Angebote, Menschen und Kulturen des anderen Landes besser kennenzulernen. Doch nicht alle Angebote können ohne weiteres mit gutem Gewissen angenommen werden. Wir verraten Ihnen, worauf Sie achten sollten.

Für wen machen Sie es eigentlich?

Freiwilligenarbeit leistet leider nicht immer das, was es scheint. Viele Menschen erkennen nicht, dass ehrenamtliche Arbeit, zum Beispiel in einem Waisenhaus, unbeabsichtigte negative Auswirkungen haben kann. Freiwilligenurlaub oder Freiwilligenarbeit im Urlaub kann eigentlich besser als „Lernurlaub“ beschrieben werden. Bedenken Sie, dass Sie vor allem eine Menge lernen können. Urteilen Sie nicht zu schnell über Dinge, die anders sind als zu Hause. Und fragen Sie sich selber, welche Erwartungen Sie an diesem Einsatz außerhalb Europas haben. Warum möchten Sie diese Arbeit im Ausland verrichten? Eine gute Vorbereitung ist wichtig – grundsätzlich gilt, dass je weniger Vorkenntnisse Sie in einem Job haben, desto länger sollte der Einsatz vor Ort sein. Auch Sie als Freiwillige müssen eine Reihe von Bedingungen erfüllen, wenn es für beide Parteien eine positive Erfahrung sein soll.

Ein paar Beispielkriterien:

  • Sie sollten nicht als Freiwilliger einen Job annehmen, den vorher ein Einheimischer hatte oder bekommen könnte.
  • Der normale Verlauf einer Institution sollte nicht gestört werden.
  • Finden Sie Aktivitäten, die Ihren Kenntnisse und Fähigkeiten entsprechen, sodass Sie auch wirklich etwas beitragen können.

Bei den Einsätzen sollten Sie immer daran denken, dass die Menschen und Tiere, die Sie unterstützen, im Mittelpunkt stehen und nicht Sie als Reisende. Längere Aufenthaltszeiten, eine gute Vorbereitung der Arbeit vor Ort und auch eine Nachbereitung gehören dazu. Den Einsatz in Waisenhäuser sollten Sie ganz vermeiden. Es gibt eine strikte Politik in Bezug auf den Umgang mit Kindern jünger als 12 Jahre. Nur Fachkräfte können in einem Waisenhaus helfen und die Mindestaufenthaltsdauer beträgt zwölf Monate. Denn ständig wechselnde Bezugspersonen können für Kinder zu Beziehungsstörungen führen. Wir bei Fairaway bieten keinerlei Freiwilligenarbeit in Waisenhäusern an. Mit einer Übernachtung, zum Beispiel im Ninos Hotel, unterstützen Sie jedoch indirekt ein Waisenhaus in Peru. Der Erlös des Hotels geht an eine Stiftung, die Bildungsarbeit für Kinder leistet.

Voluntourism

Freiwilligenarbeit mit Tieren

Nicht bei allen Formen der Freiwilligenarbeit während Ihres Urlaubs finden Sie so viele verschiedene Elemente. Wenn Sie die richtigen Projekte wählen, tragen Sie zum Tierschutz bei und helfen bei der Erhaltung bedrohter Tierarten.

In Costa Rica können Sie zum Beispiel an einem Projekt mit Meeresschildkröten mithelfen. Bei diesen Projekten sind Sie unter anderem verantwortlich für die Nachtpatrouillen und den Schutz von jungen Schildkröten vor Fleischfressern. Manchmal kann man beim Aussetzen der Schildkröten helfen. Es gibt viele Organisationen, die ehrenamtliche Arbeit mit Tieren anbieten. Es ist eine wunderbare Erfahrung, die vielen Parteien hilft und Sie bekommen eine unvergessliche Zeit im Gegenzug!

Es gibt jedoch auch hier einige Dinge, die Sie beachten müssen. Passen Sie zum Beispiel auf, dass Sie nicht auf einer so genannten „Kuschelfarm“ arbeiten, wo Sie Tiere (zum Beispiel Löwen) mit der Flasche füttern und dann mit Ihnen spazieren gehen. Solche Organisationen halten die Tiere in Gefangenschaft und quälen diese durch den Aufenthalt auf einer Farm. Auch Anlagen, wo Sie auf Elefanten reiten oder zum Beispiel mit Delfinen schwimmen können, sollten Sie auf gar keinen Fall besuchen. Die Tiere leiden sehr unter der Gefangenschaft und werden gequält, damit sie menschenfreundlich sind. Denken Sie daran, es sind wilde Tiere. Ist es nicht viel schöner, diese in Nationalparks in der gewohnten Umgebung zu beobachten?

Voluntourism

Mehr Informationen über Freiwilligenarbeit im Ausland

  • Im Dokumentarfilm ‚The Voluntourist‚ werden die möglichen negativen Auswirkungen von Freiwilligenarbeit erklärt. Auf der Website des Filmes kann man sich außerdem darüber informieren, welche Organisationen vertrauenswürdig sind.
  • Daniela Papy wohnte sechs Jahre in Kambodscha und hat viel Erfahrung mit Freiwilligenarbeit. Schauen Sie sich hier Ihre Rede zum Thema Freiwilligenarbeit an und sehen Sie die Situation zum Positiven wendet.
  • Simon Hurtz schreibt in der Zeit Online über seine Erfahrungen als Freiwilliger und beäugt das Thema Freiwilligenarbeit kritisch.
  • Im Flyer von Tourism Watch und Brot für die Welt werden wichtige Kriterien für Voluntourismus festgehalten

Alternativen zum Voluntourismus

Sie möchten einen positiven Beitrag während Ihrer Reise leisten und Menschen und Kulturen kennenlernen? Dann sind Sie bei Fairaway genau richtig. Auch abseits von Freiwilligenarbeit können Sie mit Ihrer Reise die lokale Bevölkerung unterstützen. Haben Sie zum Beispiel eine Aktivität mit der einheimischen Bevölkerung geplant?

Hier sind ein paar Beispiele für Meet the Locals-Aktivitäten:

  • Korallen aufforsten, zum Beispiel auf Bali
  • Kochen mit lokalen Zutaten zusammen mit einheimischen Familien, zum Beispiel in Georgien oder Jordanien
  • Stiftungen besuchen, zum Beispiel für Straßenkinder in Kolumbien

  • Mit dem Fahrrad Dörfer erkunden und Rettungszentren für Tiere besuchen, zum Beispiel in Costa Rica

Diese Aktivitäten tragen dazu bei, dass die einheimische Bevölkerung ein zusätzliches Einkommen erhält und die lokale Wirtschaft gestärkt wird. Auf längere Sicht ist dies sogar ein besseres Konzept, wenn Sie während Ihrer Reise einen positiven Beitrag leisten möchten. Auch Übernachtungen in Familienpensionen oder bei Gastfamilien tragen dazu bei, ein lokales Einkommen zu generieren und Sie lernen ganz nebenbei den authentischen Alltag der Bevölkerung kennen.

Nachhaltig und verantwortungsvoll Reisen

In der Reisebranche finden Sie immer mehr soziale Unternehmen, wie Fairaway. Für uns ist es wichtiger, einen positiven Beitrag zu einer schöneren Welt zu leisten, als Geld zu verdienen. Als soziales Unternehmen halten wir es für wichtig, dass die Menschen in den besuchten Ländern auch vom Tourismus profitieren. Dies bedeutet zum Beispiel, dass Angestellte ein angemessenes Einkommen haben, dass Reisende häufig in kleinen Hotels übernachten und Ausflüge unternehmen, die ein authentisches Erlebnis bieten. 

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