Team Tipp:

„No stress“ auf den Kapverden | Teil 1

 

Persönlicher Reisebericht Kapverden: Von Insel zu Insel

Unsere Content Managerin Betty war drei Wochen auf den Kapverdischen Inseln unterwegs und begeistert von den einsamen Stränden, den vielfältigen Landschaften, den Menschen und dem typischen Fogo Wein. Freuen Sie sich auf einen persönlichen Kapverden Reisebericht: Im ersten Teil unseres Team Tipps spricht sie über ihre persönlichen Eindrücke und Lieblingsorte auf der Reise.

Unsere Kapverden-Route

Santa Maria (Sal) – Mindelo (São Vicente) – San Pedro (São Vicente) – Tarrafal (Santiago) – São Filipe (Fogo) – Chã das Caldeiras/Pico de Fogo (Fogo) – Praia (Santiago) – Vila do Maio (Maio) – Palmeira (Sal)

1. Santa Maria

Gestartet sind wir auf Sal, einfach, weil Tuifly hier direkt aus Frankfurt hinfliegt. Die Kapverden sind in Summe noch sehr untouristisch, aber wenn es eine Touri-Hochburg gibt, dann ist es Santa Maria auf der Insel Sal. Es gibt mehrere Resorts, die Preise sind teurer und es gibt viele Souvenirläden. Wegen der idealen Bedingungen tummelt sich im Winter auch die Kitesurfer-Szene im türkisblauen Meer. Für uns war klar, dass wir hier nicht lange bleiben wollen, aber dennoch ist Santa Maria ein schöner Ort, um den Urlaub zu starten, sich langsam auf die kapverdische Langsamkeit einzugrooven, wunderschöne Strände zu genießen und einfach zwei Tage faul zu sein. Wer etwas unternehmen will, kann Ausflüge nach Pedra de Lume machen: Bei einem Bad in der ehemaligen Salinenanlage treibt man à la Totes Meer schwerelos auf der Oberfläche. Ebenfalls einen Ausflug Wert ist das Fischerdorf Palmeira – aber dazu später mehr.

Surfer in Sal auf den Kapverden

Highlight:

  • Die Bar Angulo liegt direkt am Strand etwas außerhalb des touristischen Zentrums von Santa Maria. Hier gibt es alles, was man für einen perfekten vertrödelten Urlaubstag braucht: Gutes Essen, kühle Getränke und den Blick aufs Meer mit Kite- und Windsurfern. Wer sich selber auf dem Wasser austoben will, der bekommt hier die Ausrüstung. Hier wird das Motto „No Stress“ wirklich gelebt und ein persönlicher und sehr unterhaltsamer Kontakt zu den Gästen gepflegt.

Bar Angulo in Santa Maria auf den Kapverden

2. Mindelo

Unser zweiter Stopp war die Insel São Vicente, wo wir Silvester in Mindelo verbringen wollten. Gesagt, getan! Die geschäftige, zweitgrößte Stadt der Kapverden war definitiv eine gute Wahl dafür, denn Mindelo – die Heimat der wunderbaren Cesária Évora – ist als inoffizielle Kulturhauptstadt und für seine Live Musik bekannt. Kurzum: Wir haben mit den Locals die ganze Nacht auf der Straße getanzt, gelacht und angestoßen. Ich muss neidlos anerkennen, dass sogar 80jährige kapverdische Opis mir noch einiges im Tanzen beibringen können! Am nächsten Tag war dann Katerstimmung und bis auf ein paar Restaurants alles geschlossen, sodass wir leider nicht mehr allzuviel von der Stadt im „Normalzustand“ mitbekommen haben. Ein Grund mehr, zurückzukommen!

Mindelo

Highlight:

  • Wer nach Mindelo kommt, der sollte den Besuch einer Gitarren-Werkstatt nicht verpassen – schließlich ist Mindelo die inoffizielle Kulturhauptstadt der Kapverden und jedes Instrument ist ein kleines Kunstwerk.

Cesaria Evora: Ikone der Kapverden in Mindelo

3. San Pedro

Wir wollten unbedingt noch etwas anderen von São Vicente sehen, deswegen ging es noch ins Dörfchen San Pedro (praktischerweise direkt am Flughafen – keine Angst vor Fluglärm, hier starten und landen nur sehr selten Flugzeuge). Hier gibt es wenig außer bunten Häusern, drei Hotels, winzig kleinen Lebensmittelläden und ganz viel Strand. Und so gut wie keine Touristen außer ein paar Speedsurfern, denn der Wind hier ist legendär. Herrlich entspannend! Als wir dort waren, herrschte gerade „Bruma Seca“ – die Saharawinde verpassten dem Strand einen sehr mystischen Anstrich. Außerdem kann man mit den Locals ein Stück aufs Meer rausfahren und mit Schildkröten schnorcheln. Die Einnahmen kommen direkt der lokalen Community und dem Schutz der Schildkröten zugute.

San Pedro Fischerdorf

Highlight:

  • Unterkunft und Restaurant in einem ist das von der Belgierin Carine geführte Le Gourmet. Der Name ist Programm: Das Essen in dem sehr kleinen Restaurant auf der Dachterrasse mit Pool war fantastisch, der Wein auch, die Gastgeber super herzlich und sie haben uns sogar am nächsten Tag zum Flughafen gefahren.
Betty

Betty

Content Managerin bei Fairaway

Was Reisen für mich so besonders macht? Nicht nur die schönen Orte dieser Welt, sondern vor allem die Menschen, die dort leben und die spannendsten & bewegendsten Geschichten auf Lager haben. 

Reisebericht Kapverden – Die Inseln persönlich erleben

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4. Tarrafal

Tarrafal liegt im Norden der größten kapverdischen Insel Santiago. Alleine schon die anderthalbstündige Fahrt ist spektakulär, vorbei an gezackten Bergen, tropischen Tälern, kleinen Siedlungen, Eseln und durch die trubelige Studentenstadt Assomada. Als wir ankommen, zieht die kleine Hafenstadt mit dem palmengesäumten Strand mich sofort in ihren Bann. Am Strand sind viel mehr Locals als Touristen, Familien toben im Wasser, Kinder jauchzen, Jugendliche zocken Basketball. Aus den Jeeps schallt Musik und abends erhaschen wir einen Blick in die alte Markthalle, wo Jugendliche auf den Tischen Dancemoves üben. Insgesamt macht Tarrafal einen sehr lebendigen Eindruck – definitiv ein Ort, an dem ich gerne mehr Zeit verbringen möchte. Ideal auch als Ausgangspunkt für Wanderungen durch den Nationalpark Sierra Malagueta, Fahrradtouren oder Tauchen.

Graffiti in Tarrafal

Highlight:

  • Mit einem typischen Fischerboot ging es zum traditionellen Fischen mit den Locals an der Steilküste entlang, dann wurde uns die Methode erklärt. Mein Freund war dabei sehr erfolgreich: Hinterher hieß es, er habe mehr Fischer gefangen als die Locals an dem Tag. Der Fang wurde direkt am Strand ausgenommen, wir durften uns zwei Fische aussuchen und der Rest wurde direkt verkauft. Für uns ging es ins nahe gelegene Fischrestaurants, wo es ein wahres Festmahl aus selbstgefangenem Fisch gab. Ein wirklich besonderes Erlebnis! Erkenntnisse des Tages: Fischen ist sehr meditativ – und man sollte, wenn man leicht seekrank wird, eine Tablette gegen Reiseübelkeit nehmen.

Erfahrungen auf den Kapverden: Einzigartige Erlebnisse

5. Sao Filipe

Sao Filipe ist ein beschauliches Hafenstädtchen, in dem man gut ein paar Tage verbringen kann, bevor es auf den Vulkan geht. Der Strand ist schwarz von Lava, es gibt kleine Museen, die Straßen sind steil und verwinkelt, die Häuser bunt und es gibt mehrere kleine, aber feine Restaurants. Ausflüge lohnen sich – außer zum Vulkan natürlich – ins subtropische Mosteiros mit seinen Kaffee-, Papaya- und Mango-Plantagen. Von hier zieht sich der Nebenwald Monte Velha bis hin zum Pico de Fogo.

Kapverden: Bunte Städte

Highlight:

  • Live Musik und Köstlichkeiten gibt es im idyllisch gelegenen Restaurant Mê d‘Rua – eine kleine, aber feine Karte, guter Wein und dazu wunderschöne Klänge: Ich muss gestehen, dass ich dabei ein Tränchen verdrückt habe, was mir sehr lange nicht mehr bei Musik passiert ist.

Reisebericht Kapverden: Restauranttipp auf Fogo

6. Cha de Caldeiras

Unser Ausflug in die Chã de Caldeiras hat uns einmal wieder die Gewalt der Natur mehr als deutlich gemacht: Das Dorf liegt mitten in einer aktiven Vulkanlandschaft und wurde 2014 bei einem Ausbruch fast komplett von den 77 Tage fließenden Lavamassen begraben. Viele Menschen verloren ihre Häuser und die Lebensgrundlage – Landwirtschaft und Einnahmen aus dem Tourismus –, aber deswegen den Kopf in den Sand stecken? Niemals! Hier wird unermüdlich wieder aufgebaut und man kann als Reisender tolle Wanderungen unternehmen und erfährt dabei sehr viel berührende und beeindruckende Geschichten aus dem Leben mit dem Vulkan.

Fogo auf den Kapverden

Highlight

  • Der Aufstieg auf den fast 3000 m hohen Pico do Fogo ist spektakulär, der Ausblick fantastisch und runter geht es durch den Lavasand rutschend – ein toller Tag! Und auch der Pico Pequeno am Fuße des großen Bruders hat uns sehr beeindruckt mit seinen leuchtenden Farben und den verschiedensten Pflanzen im dunklen Lavasand. Wir haben uns ein bisschen wie auf dem Mond gefühlt – warum, das werden Sie sehen, wenn Sie selber diesen absolut empfehlenswerten Ausflug machen.

Pico de Fogo: Vulkan auf den Kapverden

 

7. Praia

In Praia hatten wir zwei Zwischenstopps, was mit dem etwas komplizierten Transportsystem auf den Kapverden zusammenhängt. Dazu kamen Verspätungen und ausgefallene Flüge, sodass wir leider nur zwei ganz kurze Einblicke in die Hauptstadt der Kapverden bekommen konnten. Ich hatte den Eindruck, dass es eine sehr pulsierende Stadt ist, wesentlich großstädtischer noch als Mindelo, in der sich viel bewegt und in der man sich Zeit nehmen sollte, um wirklich einzutauchen. Essen und Cocktails mit Meerblick gibt es in Prainha, das Stadtleben tobt auf dem Plateau.

Aussicht in Praia

Highlight:

  • Das Plateau von Prainha thront auf einem Felsen und bietet eine schöne Aussicht über den Rest der Stadt und das Meer. Hier können Sie über de Boulevard schlendern, im Café die Leute beobachten – Santiago ist die afrikanischste der Inseln und viele Frauen laufen mit einem beeindruckenden Gewicht auf dem Kopf herum –, Streetart bewundern und staunen, wie viele Schüler zu Schulschluss aus dem Liceu zu den Bussen wuseln. Wer es nobel (und trotzdem mehr als bezahlbar) mag, der geht ins Quintal do Música: Wir saßen hier zufällig am Tisch neben dem Kabinett des Vizepräsidenten. Jeden Abend Live Musik und tolles Essen gibt es obendrein.

Praia in Santiago: Hauptinsel der Kapverden

8. Maio

Die kleine Insel Maio war der letzte Stop unserer Reise, hier verbrachten wir fast eine Woche in einem Häuschen am Meer. Hin ging es mit dem Boot – eine Achterbahnfahrt auf hohen Wellen, die nach dem ersten Schreck riesigen Spaß gemacht hat. Nachdem wir die Wochen davor ständig auf Achse waren, war hier erstmal viel Entspannung, kochen, lesen und Gedanken teilen angesagt. Die Insel an sich besteht aus ganz viel Strand, es gibt ein paar winzige Dörfer, Salinen, kleine Berge und das Zentrum Porto Inglês mit seinen kleinen Häuschen, einer Kirche, einer kleinen Markthalle, zahlreichen Mini-Mercados und ein paar Restaurants. Die Menschen sind uns sehr freundlich begegnet, es herrschte eine familiäre Familie – aber man darf auch nicht außer Acht lassen, dass Maio eine der ärmsten Inseln ist, viele Bewohner struggeln im täglichen Leben und man ist als Tourist noch sehr außen vor. Ein langes Gespräch mit unseren Nachbarn bestätigte das: Sie kommen seit 15 Jahren auf die Insel und haben mittlerweile einen tollen Kontakt mit den Locals, aber das hat seine Zeit gebraucht. Unser Gefühl zu Maio: Eine wunderschöne Insel, auf der man wenn möglich mehr Zeit einplanen sollte, um wirklich anzukommen. Wir kommen wieder!

Locals auf Maio

Highlight:

  • Auf Maio habe ich den einsamsten Strand erlebt, den ich je gesehen habe. Unglaublich, diese endlose Weite komplett ohne Menschen – Maio ist eben wie Sal und Boavista eine Wüsteninsel. Hier kann man endlose Strandspaziergänge machen und zur Ruhe kommen, dem Spiel der Wellen und hüpfenden Vögelchen zuschauen, die Schattierungen des Sands bestaunen, und das, ohne andere Menschen zu treffen. Das passt dazu, was unser erster Host auf Sal gesagt hat: „Maio ist wie Sal vor 20 Jahren – ganz viel Strand, ganz viel Ruhe, keine Touristen“.

Reisebericht Kapverden: Einsamer Strand auf Maio

9. Palmeira

Am Tag vor unserem Rückflug ins kalte Deutschland hatten wir noch einen Tag und eine Nacht auf Sal und uns entschieden, dieses Mal im Fischerdorf Palmeira zu übernachten. Hier befindet sich der wichtigste Hafen der Kapverden, der Dreh- und Angelpunkt für die Waren ist, die nicht per Flugzeug kommen. Außerdem wird hier jede Menge frischer Fisch gefangen und direkt in die Restaurants gebracht oder verkauft. Ein Ort, an dem hart gearbeitet wird, jeder jeden kennt und sich nicht viele Touristen hin verirren. Wir fanden es einen idealen Abschluss für unseren Urlaub.

Buntes Dorf Palmeira

Highlight:

  • Wir haben viel Zeit im Restaurant „Rotterdam“ verbracht – zum einen, weil ich gekränkelt habe und nicht viel rumlaufen konnte, zum anderen, weil man hier das Leben im Dorf perfekt beobachten konnte. Anders als in vielen anderen Restaurants auf den Kapverden waren hier auch viele Locals zu Gast. Abends haben wir etwas zu essen bestellt, viele andere auch, und es geschah – erstmal nichts. Anderthalb Stunden lang warteten wir und wussten nicht so genau, worauf, aber es war sehr unterhaltsam. Schließlich wurde klar, dass auf den frischen Fisch und den dazugehörigen Koch gewartet wurde. Umso größer war die Freude, als er dann vor den Augen aller Gäste loslegte in seiner Outdoorküche – frischer geht es wirklich nicht und das Warten hatte sich definitiv gelohnt.

Fischerdorf Palmeira

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