Nepal: Stau am Mount Everest –

Das sind Ihre Alternativen zum höchsten Berg der Welt

Raus aus dem Stau: Alternative Wanderrouten in Nepal

Der perfekte Berg-Moment: Nach Stunden voller Anstrengung kommen Sie endlich am Gipfel an, verschwitzt und außer Atem, aber glücklich, um Sie herum nichts als die unberührte Natur. Klingt romantisch – und ist leider im Fall des wohl berühmtesten Bergs der Welt sehr unrealistisch geworden. Was noch vor wenigen Jahren der Traum aller Bergsteiger war, hat sich zum Hype mit Folgen entwickelt: Immer wieder kommt es zum Stau am Mount Everest. Stau klingt immer erstmal unschön, aber in dem Fall ist es richtig gefährlich. Was genau eigentlich das Problem ist und was es für Alternativen im Himalaya gibt, erfahren Sie hier.

Stau am Mount Everest – wie kann das sein?

Der Mount Everest ist mit einer Höhe von über 8800 Metern der höchste Berg der Welt und damit eine besondere Herausforderung für Bergsteiger aus aller Welt auf ihrer Reise nach Nepal. Doch das Anspruchsvollste ist nicht mal die Strecke selbst, sondern die Höhe, in der man sich bewegt: Ab 7000 Metern Höhe kann das Blut die Zellen nicht mehr mit ausreichend Sauerstoff versorgen, sodass das, was der Mensch dringend zum Atmen braucht, nach einer gewissen Zeit einfach fehlt – völlig egal, wie schnell und oft er einatmet, ob er dasitzt oder sich bewegt. Dementsprechend dürfen Bergsteiger nur eine gewisse Zeit in der sogenannten „Todeszone“ ab 7000 Metern bis zum Gipfel verbringen – spätestens ab 24 Stunden wird es kritisch. Theoretisch wäre der Aufstieg auf den Gipfel zeitlich locker zu schaffen, bevor es gefährlich wird, gäbe es da nicht folgende kleine Schönheitsfehler:

  • Aufgrund der Berühmtheit des Mount Everest wollen immer mehr Menschen ihn bezwingen.
  • Die Reisezeit, in der das möglich ist, ist wettertechnisch sehr klein.
  • Die Folge: Es kommt zu Staus.
  • Für die meisten Menschen – sowohl erfahrene Bergsteiger als auch Laien – ist der Aufstieg eine einmalige Gelegenheit, was sie unvorsichtig werden lässt.
  • So kommt es, dass die Menschen viel zu lange in der gefährlichen Höhe ausharren.
  • Dabei sind 2019 bereits 11 Menschen gestorben.

Bestimmt haben Sie auch schon die Fotos gesehen, die durch das Internet geistern: Ein skurriler und sehr trauriger Anblick – zumal auf vereinzelten Fotos sogar eingefrorene Leichen zu erkennen sind, die die Bergsteiger passieren. Ein weiteres Problem ist übrigens der Müll, den die Menschenmassen zurücklassen. Die Zeiten der einsamen und naturverbundenen Bergerlebnisse sind hier leider für den Moment zumindest vorbei. 

Früher war noch kein Stau am Mount Eversest.

Alternativen zum Mount Everest und mehr

Was sollte alles in Ihre Trekking-Packliste, wenn Sie nach Nepal reisen? Unsere Reiseexpertin Maaike verrät es Ihnen. Und verpassen Sie nicht die nepalesische Küche auf Ihrer Rundreise Nepal zu probieren.

Wie wäre es mit diesen Reisen?

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Stau am Mount Everest: Welche Rolle spielt Nepal?

Eigentlich würde man meinen, dass die Regierung in einem solchen Fall eingreifen und Regulierungen schaffen sollte. Doch Nepal ist auf den Mount Everest Tourismus angewiesen, sodass – zumindest noch – trotz des Staus und der tragischen Folgen keine weitreichenden Änderungen passiert sind. So ist die Situation weiterhin angespannt, und auch ohne Gipfelbesteigung, wenn Sie zum Beispiel „nur“ zum Mount Everest Basecamp wandern wollen, sind Sie von Menschenmassen umringt. Das ist schade und muss nicht sein, denn: Natürlich ist die Besteigung des höchsten Bergs der Welt ein besonderes Erlebnis. Aber eben nicht um jeden Preis – und Nepal hat im Himalaya Gebirge so viele wahnsinnig schöne andere Berge und Routen zu bieten, bei denen Sie ohne Stau unterwegs sind und Ihre Tour so richtig genießen können. Wir stellen Ihnen hier Alternativen vor!

Mehr Insider-Reisetipps

Diese Höhepunkte sollten Sie in Nepal auch nicht verpassen! Hier geht es zum Artikel

Ihre 6 Alternativen für spektakuläre Wanderungen in Nepal

1. Gokyo Trek

  • Dauer: ca. 16 Tage
  • Schwierigkeitsgrad: Mittel
  • Beste Reisezeit: Oktober bis Januar, März bis Mai
  • Gipfel auf nur 3.600 Metern Höhe
  • Wahnsinnsaussichten auf die 8.000er
  • Faszinierende Farbenspiel des Gokyo Sees

Gokyo Trekking: Wunderschöne Wanderung

2. Annapurna Circuit

  • Dauer: ca. 18 Tage
  • Schwierigkeitsgrad: Schwierig
  • Beste Reisezeit: Oktober bis November (viele Touristen), März bis Mai (ggf. im Mai schon Regen)
  • 8.091 Meter hoch
  • Viele Alternativrouten abseits der bekannten Pfade
  • Je höher, desto mystischer

Annapurna in Nepal bezwingen: spektakuläre Wanderung

3. Dolpo Trekking

  • Dauer: ca. 24 Tage
  • Schwierigkeitsgrad: Mittel
  • Beste Reisezeit: April bis Mai, Oktober bis Anfang November, 
  • Sehr ursprünglich
  • Wichtige Wallfahrtsorte Nepals
  • Gewaltige Gebirge, tiefe Schluchten und wüstenhafte Weiten

Dolpo Trek: Vorbei an Wallfahrtsorten in Nepal

4. Dhaulagiri Umrundung

  • Dauer: ca. 13 Tage
  • Schwierigkeitsgrad: Schwer
  • Beste Reisezeit: März bis Mai, September bis November
  • Beiname: „Der weiße Berg“
  • Eine der schönsten und herausforderndsten Trekkingtouren Nepals
  • Viel Gletscher, Schnee & Eis

Viel Eis am Dhaulagiri in Nepal

5. Kanchenjunga Basislager

  • Schwierigkeitsgrad: Mittel
  • Dauer: ca. 21 Tage
  • Beste Reisezeit: März bis Mai, September bis November
  • Dritthöchster Berg der Welt
  • Eine der einsamsten Landschaften
  • Unverfälschte nepalesische Gebirgskultur

Ursprünglich und faszinierend: Kanchenjunga Trek

6. Manaslu Umrundung

  • Schwierigkeitsgrad: Mittel
  • Dauer: ca. 16 Tage
  • Beste Reisezeit: März und April, Oktober und November
  • Höchste Nacht auf 4500 Metern
  • Subtropen treffen auf Gletscher
  • Einfache Lodges inmitten herzlicher Menschen

Kein Stau: Manaslu Trek Nepal

Sind Sie neugierig geworden und wollen dem Stau am Mount Everest entgehen? Unsere Expertin in Nepal stellt Ihnen gerne Ihre perfekte Wanderroute in Nepal zusammen!

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