Tiefblaue Gletscher, glasklare Vulkanseen, filmreife Landschaften:

Chiles Nationalparks verzaubern

Die 7 schönsten Nationalparks in Chile

Chiles Natur ist besonders – und nicht zuletzt deswegen besonders schützenswert. Nicht umsonst gibt es hier über 40 Nationalparks, deren wilde Landschaften vor ungewollten menschlichen Eingriffen bewahrt werden. Natürlich können Sie diese Naturschönheiten aber besuchen, und das legen wir Ihnen wärmstens ans Herz! Freuen Sie sich auf tiefblaue Vulkanseen, gigantische Wasserfälle, imposante Gletscher und tiefgrüne Wälder. Und vor allem ganz viel Ruhe! Hier stellen wir Ihnen sie schönsten Nationalparks in Chile vor.

1. Nationalpark Torres del Paine

Torres del Paine in Patagonien ist der wohl bekannteste Nationalpark in Chile. Übersetzt heißt Torres del Paine „Türme des blauen Himmels“, die in Form von drei spektakulär in den Himmel ragenden Granitnadeln das Wahrzeichen des Parks sind. Ein Paradies für Kletterer! Doch auch wer weniger hoch hinaus möchte, findet hier zahlreiche Wanderwege verschiedener Niveaus. Freuen Sie sich auf atemberaubende Ausblicke auf leuchtend weiße Gletscher, tiefblaue Bergseen und Fjorde. Karge Berglandschaften wechseln sich mit Sumpfgebieten und Blütenpracht ab. Auch einige Tiere tummeln sich hier, zum Beispiel Pumas, Flamingos, Nandus, Kondore und natürlich Guanakos, eine Art Lama. Wenn Sie möglichst viele Tiere sehen wollen, machen Sie doch eine Safari! Übernachtet werden kann im Torres del Paine Park übrigens je nach Komfort-Wunsch überall – vom Zelt bis zur luxuriösen Eco-Lodge.

Bekanntester Nationalpark in Chile: Torres del Paine

2. Nationalpark Rapa Nui

Der Park Rapa Nui befindet sich auf der wunderbaren Osterinsel, die Ihnen wahrscheinlich aufgrund ihrer mysteriösen, riesigen Steinfiguren ein Begriff ist. Die über 1000 „Moai“-Statuen sind eine der Hauptattraktionen für Besucher, trotzdem wird es nie zu voll, weil sie überall auf der Insel verteilt sind und auf langen Streifzügen entdeckt werden können. Und es gibt noch viel mehr zu sehen: Zum Beispiel die Krater der erloschenen Vulkane Rano Kau und Rano Raraku, ein faszinierendes Höhlensystem oder weiße Sandstrände, die einen Kontrast zu schroffen Kliffen und geschwungenen Hügeln bilden. Wandern Sie stundenlang durch die wunderschöne Landschaft, machen Sie eine Fahrradtour, entdecken Sie die bunte Unterwasserwelt beim Tauchen oder Schnorcheln – und lassen Sie sich nachts nicht den atemberaubenden Sternenhimmel entgehen!

Mysthisch: Gigantische Steinfiguren auf der Osterinsel

Nationalparks in Chile und mehr

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3. Nationalpark Huilo Huilo

Der Huilo Huilo Nationalpark im nördlichen Patagonien steht vor allem für eins: Riesige Wasserfälle! Hier fallen gigantische Wassermassen aus über 50 Metern Höhe in die Tiefe, was für einen feuchten Wald und eine einzigartige Flora und Fauna sorgt. Der ganze Park ist ein eigenes Öko-Tourismusprojekt und beherbergt unter anderem 81 Vogelarten sowie seltene und sehr außergewöhnlich klingende Tiere wie die Chilenische Waldkatze, der Andenschakal, die Chiloé-Beutelratte, Südandenhirsche und Darwinfrösche. Sie wollen aktiv werden? Ob Wandern, Trekking, Mountainbiking, Rafting oder Off-Road-Touren, zum Beispiel zum Vulkan Choehuenco: Hier schlägt das Herz von Freunden der Bewegung an der frischen Luft höher. Und frisch ist die Luft tatsächlich! Es regnet viel, die Temperaturen bewegen sich um die 12 Grad – die richtige Kleidung ist also gefragt. Übrigens: Der Huilo Huilo Nationalpark wurde schon mehrere Male ausgezeichnet, unter anderem für seine Nachhaltigkeit und die Integration der lokalen Bevölkerung.

Wasserfall im Nationalpark Huilo Huilo

4. Nationalpark Conguillío

Sie wollen auf Zeitreise gehen? Dann ab in den Conguillió Nationalpark im südlichen Chile! Durch die urigen Baumriesen wirkt die Landschaft beinahe surreal und man erwartet, dass jeden Moment ein Dinosaurier um die Ecke biegt – nicht umsonst durfte der Park schon als Kulisse in einem Dino-Film herhalten. Besonders beeindruckend ist der knapp 2000 Jahre alte und 50 Meter hohe „Araucaria Madre“. Abgesehen davon ist der Park ein Highlight für alle Wander- und Trekking-Fans. Sie können dabei zwischen verschiedenen Schwierigkeitsgraden durch die Vulkanlandschaften wählen. Besuchen Sie zum Beispiel den aktiven Vulkan Llaima zum Sonnenaufgang, wandern Sie vorbei an glasklaren Vulkanseen und Lagunen und bewundern Sie den Kontrast zwischen den schwarzen Lavaströmen und den weiß verschneiten Gipfeln. Im Winter können Sie sogar Skifahren, im Herbst lockt ein einzigartiges gold-gelbes Farbenspiel. Unser Tipp: Unternehmen Sie nachts unter dem Sternenzelt eine romantische Fahrt mit einem Kanu!

5. Nationalpark Lauca

Jetzt geht es hoch in den Norden: Der Lauca Nationalpark ist Chiles nördlichster Nationalpark und liegt an der Grenze nach Bolivien. Hier erwarten Sie in unberührter Natur Salzseen Thermalquellen, Wildtiere – und das auf 3000 bis 6300 Höhenmetern. Wir empfehlen unbedingt, sich schon ein paar Tage vor Ihrem Trip in den Park an die Höhe zu gewöhnen, da Sie sonst Probleme mit der Höhenkrankheit bekommen könnten. Sind Sie dann akklimatisiert und warm eingepackt, kann es losgehen: Mit dem Auto geht es zum Beispiel zu den wunderbaren Salzseen Lago Chungará und Salar de Surire – besonders toll mit seinen heißen Thermalquellen –, vorbei an Flamingos, Lamas und sogar Pumas, in kleine indigene Ortschaften wie Parinacota oder Chucuyo sowie zu Höhlen und Lagunen. Immer im Blick: Die hoch aufragenden Zwillingsvulkane Pomerape und Parinacota mit ihren schneebedeckten Gipfeln. Anglerfreunde aufgepasst: Sie können im Lauca Nationalpark sogar angeln. Achten Sie hierbei aber darauf, dass Sie einen verantwortungsbewussten Veranstalter für Ihre Tour buchen.

Salzsee im chilenischen Nationalpark

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6. Nationalpark Chiloé

Um die Insel Chiloé im südlichen Chile mit ihrem dichten Urwald ranken sich Mythen und Legenden, Geschichten von Piraten und Entdeckern. An diesem magischen Ort können Sie uralte Traditionen noch hautnah erleben: Lernen Sie die Inselkultur der Chiloten kennen, besuchen Sie die Städtchen und Dörfer mit ihren malerischen Holzkirchen und bunten Pfahlbauten – genannt Palafittos – und probieren Sie unbedingt das Meeresfrüchte-Gericht Curanto, das in einem Erdloch mit heißen Steinen zubereitet wird. Dazu gibt es bunte Kartoffeln – eine von sage und schreibe 300 Sorten, die auf Chiloé wachsen. Das bezaubernde Örtchen Cucao ist der Ausgangspunkt für viele kleine Wanderungen durch den Nationalpark Chiloé mit seiner immergrünen Landschaft. Freuen Sie sich auf intensive Naturerlebnisse, powern Sie sich beim Trekking oder Kanufahren, zum Beispiel auf dem Río Puntra, aus und genießen Sie sie mysthische Morgenstimmung, wenn die Sonne hinter dem Nebel aufgeht und tote wie lebendige Bäume in ein besonderes Licht taucht. Das Besonderste am Chiloé Nationalpark? Er ist noch relativ unbekannt, sodass Sie hier auf Ihrer Chile Reise Abgeschiedenheit jenseits des Massentourismus genießen können!

Insel Chiloé: bunte Dörfer und Nationalparks

7. Nationalpark Radal Siete Tazas

Einer der liebsten Nationalparks der Chilenen in Zentralchile ist der Radal Siete Tazas, auf Deutsch „Sieben Tassen“. Diese „Tassen“ sind die Hauptattraktion des Parks: Sieben natürliche Wasserbecken, die durch Wasserfälle miteinander verbunden sind. Diese können Sie zum Beispiel auf dem Wanderweg „Sendero interpretativo Salto de la Leona“ bewundert werden: Hier erreichen Sie verschiedene Aussichtspunkte mit einer spektakulären Sicht auf die Tassen mit ihrem türkisfarbenen Wasser sowie den riesigen Wasserfall Salto de la Leona, den Wasserfall der Löwin. Sie haben sogar die Möglichkeit, in einem natürlichen Pool unter dem Wasserfall zu baden! Während Ihrer Wanderungen haben Sie immer wieder eine fantastische Aussicht auf die Anden, schneebedeckte Gipfel und zahlreiche Vogelarten wie Spechte oder Papageien.

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