Reisen in der Elternzeit?

6 weltweite Reiseziele für Familien mit Babys oder Kleinkindern

Reisen mit Baby – Reiseziele & Tipps für die Elternzeit

Reisen mit Baby oder Kleinkind – mit der Idee erntet man oft nur ein verständnisloses Kopfschütteln. Gerade bei Fernreisen heißt es: Zu gefährlich, zu langer Flug, zu stressig. Und überhaupt, das macht man doch nicht mit Babys. Darf man das während der Elternzeit überhaupt? Darf man. Und das Wort „Elternzeit“ sollten Sie sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Denn Elternzeit schenkt Eltern – Zeit. Kostbare Zeit, um sich als kleine Familie kennenzulernen. Wieso sollte das nur in den eigenen vier Wänden stattfinden? Wir appellieren an Sie: Trauen Sie sich und erkunden Sie die Welt mit einem Baby! Hier erfahren Sie, welche Reiseziele für Kleinkinder geeignet sind und bekommen Tipps für das Reisen mit Baby.

Reisen mit Baby oder Kleinkind: Beste Reiseziele

Oft ist schon bei der Planung einer Reise mit Baby oder Kleinkind der Wurm drin – gerade bei Fernreisen sitzen Themen wie Krankheiten, Infrastruktur oder Sicherheit wie ein Elefant im Raum. Wir stellen Ihnen sechs Reiseziele vor, die sehr gut geeignet für eine Reise mit kleinen Kindern sind.

Costa Rica

Costa Rica ist das perfekte Einsteiger-Reiseziel für Familien mit Babys, die Lateinamerika entdecken wollen. Das Land der „Ticos“ (so nennen sich die Einwohner) gilt als sicher für Touristen, die medizinische Versorgung und hygienischen Bedingungen sind in der Regel gut und es verfügt über eine gute Infrastruktur. Auch sind die Entfernungen sehr kurz und können gut mit Baby oder Kleinkind bewältigt werden. Um maximal flexibel zu sein, können Sie sich in Costa Rica auch gut ein Auto mieten und im eigenen Tempo das Land mit Kleinkind entdecken. Ein weiteres Plus: Die vielfältige und bunte Natur und Tierwelt bringt Kinderaugen zum Strahlen!

Profitipp für Costa Rica mit Baby oder Kleinkind: Lassen Sie sich von „la Pura Vida“, der entspannten Lebensfreude der Ticos, mitreißen, und die gute Stimmung wird sich auch auf Ihr Baby oder Kleinkind übertragen.

Costa Rica mit Baby

Thailand

Thailand ist das Land des Lächelns und genauso wird man Ihnen und Ihrem Kleinkind hier begegnen – lächelnd und mit offenen Armen. Denn die Thais sind nicht nur gastfreundlich, sondern auch sehr kinderlieb. Dazu kommt, dass Thailand eine sehr gute Infrastruktur hat, man kommt also schnell von A nach B. Die medizinische Versorgung ist außerdem vor allem in nicht zu abgelegenen Gegenden sehr gut und in vielen Teilen ist Thailand malariafrei – ein wichtiger Punkt beim Reisen mit einem Baby. Endlos lange Traumstrände, ein buntes Treiben und die funkelnden Tempel erledigen den Rest. 

Profitipp für Thailand mit Baby oder Kleinkind: Thailand ist ein so beliebtes Reiseziel mit Kleinkindern, dass Sie unterwegs viele gleichgesinnte Familien kennenlernen werden. Und die Thais sind so kinderlieb, dass Sie gerne mal Ihr Kleinkind bespaßen, während Sie in Ruhe essen können.

Indonesien

In Indonesien ist die Devise: Kleinkinder dürfen einfach alles. Egal wo Sie hinkommen, Ihr Baby wird grundsätzlich im Mittelpunkt stehen. Und niemand schaut Sie schräg an, wenn der oder die Kleine einen Tobsuchtsanfall bekommt oder meint, sein bzw. ihr Spielzeug im Raum verteilen zu müssen. Außerdem finden Sie zum Beispiel auf Bali wunderschöne, villenartige Häuser und Ecolodges zum kleinen Preis und liebevolle Homestays, die Sie als Familie freudig willkommen heißen.

Profitipp für Indonesien mit Baby oder Kleinkind: Es kann Ihnen in Indonesien leicht passieren, dass sich die Locals überschwänglich einfach Ihr Baby schnappen, ohne zu fragen – überlegen Sie sich am besten vorher, wie Sie darauf reagieren.

Indonesien mit Kleinkind

Sri Lanka

Sri Lanka erwartet Sie und Ihre Familie mit unendlicher Freundlichkeit und einem Feuerwerk an Farben – hier gehen großen und kleinen Reisenden inmitten der kunstvollen Tempel und Buddhastatuen die Augen über. Sind die Kinder schon etwas größer, sind die verschiedenen Tiere ein Highlight, egal ob Elefanten im Nationalpark oder Schildkröten am Strand. Sri Lanka ist außerdem nicht zu groß, sodass Sie keine endlos langen Strecken zurücklegen müssen. Ein Schmankerl obendrauf: Auch Sri Lanka gilt als malariafrei.

Profitipp für Sri Lanka mit Baby oder Kleinkind: Im sanft schaukelnden TukTuk mit einem lauen Lüftchen um die Öhrchen schlafen viele Babys hervorragend – am besten einfach mal auf einer kurzem Strecke ausprobieren.

Südafrika

Südafrika ist das perfekte Land, um es als kleine Familie mit dem Mietwagen zu erkunden: So sind Sie in Ihrem eigenen Rhythmus unterwegs, können anhalten, wenn es zu viel wird und alles einpacken, was Sie brauchen. Zwar ist Südafrika ca. zehn Flugstunden entfernt, es gibt aber keine Zeitverschiebung. Anstrengender Jetlag fällt also weg. Weitere Vorteile: Kurze Distanzen mit tollen Sehenswürdigkeiten für Groß und Klein, ein angenehmes Klima, kein Malaria in der Region um die Garden Route, familienfreundliche Unterkünfte und hohe Standards in Sicherheit und Versorgung.

Profi Tipp für Südafrika mit Baby oder Kleinkind: Die meisten Anbieter lassen keine Safaris mit Babys zu, oft erst Kinder ab fünf Jahren – aber beispielsweise im Schotia Game Reserve bei Port Elisabeth ist eine Safari schon mit Kleinkindern ab zwei Jahren möglich.

Südafrika mit Kleinkind

Kuba

Bei Kuba denken viele Menschen erstmal an Oldtimer und verfallene Gebäude. Und ja, man fühlt sich hier manchmal, als wäre die Zeit stehengeblieben, aber davon darf man sich nicht täuschen lassen: Die medizinische Versorgung beispielsweise ist auf Kuba sehr gut. Die Kubaner sind außerdem sehr kinderlieb und hilfsbereit. Und gerade, wenn Sie in Casas Particulares übernachten, wird man alles dafür tun, dass Sie und Ihr Kleines sich wohlfühlen.

Profitipp für Kuba mit Baby oder Kleinkind: Auch heute ist Verknappung noch ein Thema auf Kuba und Dinge tagelang einfach nicht zu bekommen. Deswegen gilt: Von allem, was elementar ist, wie Windeln, Milchpulver oder Sonnencreme, unbedingt etwas mehr einpacken.

Tipps für das Reisen mit Baby oder Kleinkind

Ob in der Elternzeit oder danach: Das erste Mal Reisen mit Baby oder Kleinkind ist natürlich aufregend. Damit Sie maximal entspannt in Ihre Auszeit als kleine Familie starten können, haben wir Ihnen Tipps zusammengestellt. 

  • Keine Angst haben: Wenn Sie in Ihrem Umwelt erzählen, was Sie mit Ihrem Kleinkind vorhaben, werden Sie auf die unterschiedlichsten Reaktionen stoßen, die Sie vielleicht verunsichern. Natürlich sollten Sie nur eine Reise mit Baby machen, wenn Sie sich absolut wohl damit fühlen. Aber lassen Sie sich keine unnötigen Ängste einreden – sondern sprechen Sie lieber mit Profis und bereiten Sie sich, wenn die Entscheidung gefallen ist, gut vor.
  • Rechtzeitig mit dem Kinderarzt sprechen: Ein Profi, mit dem Sie sich vor der Reiseplanung auseinandersetzen sollten, ist Ihr Kinderarzt. Wie steht er zu Ihrem Vorhaben? Worauf müssen Sie achten? Welche Risiken gibt es? Sie können sicher sein, dass Sie nicht die ersten besorgten Eltern sind, die sich mit einem Reisewunsch und damit verbundenen Bedenken an den Arzt wendet. Dementsprechend sind Sie hier sehr gut aufgehoben!
  • Reisezeit beachten: Das Klima kann in vielen Ländern sehr anstrengend für Kinder sein, besonders, wenn es feucht und heiß ist. Und genauso wenig Spaß macht es, im Dauerregen unterwegs zu sein. Informieren Sie sich daher gründlich im Vorfeld und wählen Sie im Idealfall eine gemäßigtere Variante. Im Reiseland selber gilt dann: Raus aus der Mittagshitze, rein in den Schatten und viel trinken. Und mal ganz ehrlich: Eine kleine Siesta am Mittag schadet Ihnen auch nichts.

Reisen mit Baby: raus aus der Mittagshitze

  • Das richtige Alter wählen: Direkt nach der Geburt den Abflug machen? Das tut weder Ihnen noch dem Neugeborenen gut. Dieses gewöhnt sich gerade daran, die kleine Welt um sich herum zu entdecken, und die große Welt würde es überfordern. Genießen Sie am Anfang bewusst die Nähe und das Nest und nehmen Sie auch Themen wie die Wochenbettdepression nicht auf die leichte Schulter. Außerdem sind für manche Länder Impfungen nötig, die erst ab einem bestimmten Alter verabreicht werden können. Auch hier hilft Ihnen der Kinderarzt weiter. Grundsätzlich können Sie davon ausgehen, dass es ab drei oder vier Monaten gut möglich ist, eine Fernreise zu machen – aber das kommt natürlich auch auf Ihr Kind an. Entscheiden Sie hier nach Bauchgefühl und Rücksprache mit dem Arzt.
  • Medizinische Risiken minimieren: Meiden Sie auf jeden Fall Malaria-Gebiete. Um die Gefährdung durch andere Krankheiten wie Dengue-Fieber, das durch Mücken übertragen wird, kommen Sie in vielen Ländern nicht herum – umso wichtiger ist ein guter Mückenschutz und eine gut sortierte Reiseapotheke.
  • Für Mückenschutz vorsorgen: Als Erwachsener benutzt man auf Fernreisen Mückenmittel mit einem hohen DEET-Anteil, aber Obacht: Für Babys und Kleinkinder ist es absolut nicht geeignet! Zum Glück gibt es weniger aggressive Alternativen für Babys, die Sie verwenden können. Auch hier gibt Ihnen ein Kinderarzt gerne Empfehlungen. Außerdem hilfreich gegen Mücken: Ventilatoren und Klimaanlagen (gegen nachtaktive Mücken), Moskitonetze (gibt es auch für Kinderwägen), Mosquito-Sticker, lange Kleidung.
  • Gut vorbereiten: Mit Kindern nur an einem Ort, in einem Hotel bleiben? Das können Sie machen, ist aber auch irgendwie schade, wenn Sie so wenig vom Land sehen. Rundreisen mit Kleinkindern sind gar nicht so kompliziert, wie man sich das vorstellt, wenn Sie sich gut vorbereiten. Dazu gehört zum Beispiel, kinderfreundliche Unterkünfte zu buchen, den Transport zu organisieren, eine Manduca und ggf. einen Kindersitz fürs Auto dabeizuhaben. Sind Sie gut organisiert, gibt Ihnen das ein zusätzliches Gefühl der Sicherheit und Sie können sich ganz auf eine schöne Zeit mit Ihren Lieben konzentrieren. Zur Vorbereitung gehört aber auch, sich um die Einreiseformalitäten zu kümmern, die für Babys und Kleinkinder von Land zu Land verschieden sind. Daher gilt: Rechtzeitig loslegen!

Reisen mit Kleinkindern: Abseits der ausgetretenen Pfade

  • Nicht zu viel vornehmen: Apropos Rundreise – in Bewegung sein ist wie gesagt nicht verkehrt, aber muten Sie sich nicht zu viel zu. Mit Baby oder Kleinkind sind Sie grundsätzlich langsamer unterwegs, haben mehr dabei und brauchen öfter mal Verschnaufpausen, um sich zu akklimatisieren. Packen Sie Ihre Zeit also nicht zu voll und meiden Sie zu lange Distanzen am Stück. 
  • Für den Flug vorsorgen: Eine Fernreise ist meistens mit einem längeren Flug verbunden, was für Babys und Kleinkinder eine Herausforderung sein kann. Machen Sie es sich möglichst leicht: Je nach Alter und Größe macht eine Babywanne Sinn, die Sie an Trennwänden befestigen können (vorher mit der Fluggesellschaft absprechen). Auch für Essen, Windeln und Co. will gesorgt sein – und Unterhaltung natürlich. Profis reservieren die Sitze mit der meisten Beinfreiheit. Und was den Rest betrifft, haben Sie keinen Einfluss darauf. Jedes Baby, jedes Kleinkind reagiert anders aufs Fliegen.

Fliegen mit Baby: Gut vorbereiten

  • Essenzielles einpacken: Wir haben es schon erwähnt – in manchen Ländern, wie zum Beispiel Kuba, kann es vorkommen, dass Sie nicht alles in den Läden finden. Wenn Sie von allem, was essentiell ist, eine Notration dabeihaben, sind Sie auf der sicheren Seite. Übrigens werden Sie online unzählige Packlisten für das Reisen mit Baby oder Kleinkind finden, damit Sie auch nichts Wichtiges vergessen.
  • Als alleinerziehende Mutter oder alleinerziehender Vater zu reisen, ist natürlich eine besondere Herausforderung – aber nicht unmöglich! Sie werden unterwegs so viele hilfsbereite Menschen treffen – Locals wie Reisende. Wenn Sie sich alleine trotzdem unwohl fühlen, können Sie sich auch mit Freunden zusammentun oder sich z. B. Über Facebook-Gruppen Reisepartner suchen. Wenn Ihr Traum als Alleinerziehende/r also eine Reise in der Elternzeit ist, nur zu – die Welt empfängt Sie mit offenen Armen.

Reisen mit Baby: Einfach machen in der Elternzeit

Nachhaltig und verantwortungsvoll Reisen

In der Reisebranche finden Sie immer mehr soziale Unternehmen, wie Fairaway. Für uns ist es wichtiger, einen positiven Beitrag zu einer schöneren Welt zu leisten, als Geld zu verdienen. Als soziales Unternehmen halten wir es für wichtig, dass die Menschen in den besuchten Ländern auch vom Tourismus profitieren. Dies bedeutet zum Beispiel, dass Angestellte ein angemessenes Einkommen haben, dass Reisende häufig in kleinen Hotels übernachten und Ausflüge unternehmen, die ein authentisches Erlebnis bieten. 

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