Koh Phi Phi:

Aus der Traum von „The Beach“

Maya Bay auf Koh Phi Phi: Geschlossen wegen Massentourismus

Fast 20 Jahre ist es her, seit „The Beach“ auf der thailändischen Insel Koh Phi Phi Leonardo DiCaprio um den Verstand gebracht hat. Kein Wunder, schließlich ist er ein absoluter Traum – und das wurde ihm zum Verhängnis. Wieso die Maya Bay auf Koh Phi Phi geschlossen ist und was das für den Tourismus bedeutet, erfahren Sie hier. 

Die größten Probleme von Koh Phi Phi auf einen Blick:

  • Zerstörung der Unterwasserwelt
  • Abwässer von Hotels
  • Plastikmüll von Touristen

Koh Phi Phi: Was bisher geschah

Türkisblaues Wasser, weißer Sandstrand, ein tolles Panorama – die Maya Bay ist fast zu schön, im wahr zu sein. Dementsprechend zog sie auch immer mehr Touristen an, zuletzt bis zu 7.000 am Tag. Klingt ungesund, ist es auch: Nachdem schon 2018 beschlossen wurde, den Strand für drei Monate zu schließen, wurde das Ganze jetzt um weitere zwei Jahre verlängert, damit sich die Natur und die Tierwelt erholen können. Denn durch die Massen, die nach Koh Phi Phi strömen, ist das gesamte Ökosystem dort aus dem Konzept geraten: Die Anker der Ausflugsboote haben den Korallen tiefe Schäden zugeführt, die Abwässer der Hotels taten ihr übriges. Das Ergebnis: 77 Prozent der Korallenwelt Thailands sind schwer beschädigt, teilweise komplett tot. Um das gewaltige Ausmaß in den Griff zu kriegen, reichten wenige Monate nicht aus. Zumal viele Touristen bei ihrem Besuch sehr rücksichtslos waren – für das perfekte Instagram-Foto stellten sie sich an die perfekte Stelle ins Wasser und nahmen dabei in Kauf, Korallen abzubrechen. Auch achtlos zurückgelassener Müll war auf Koh Phi Phi ein großes Problem.

Entscheidung: „The Beach“ bleibt geschlossen

Die Regierung handelte also und entschied für weitere zwei Jahre gegen den Tourismus und für die Natur. The Beach auf Koh Phi Phi soll umfassend saniert werden. Meeresbiologe Thon Thamrongnawasawat ist dafür verantwortlich und konnte bereits gute Neuigkeiten verkünden: Bereits mehr als 20.000 Korallen seien neu angesiedelt worden. Dennoch sei die einzige wirklich nachhaltige Lösung eine dauerhafte Schließung – was aber aufgrund der Abhängigkeit des Landes vom Tourismus nicht möglich ist.

Korallen bei Koh Phi Phi: Gefährdetes Unterwasserparadies

Folgen für die Tourismusindustrie

Und schon jetzt machen sich die Auswirkungen bemerkbar: Wenn eine solche Attraktion wie The Beach auf Koh Phi Phi plötzlich nicht mehr zugänglich ist, bringt das natürlich auch Schwierigkeiten mit sich. Der thailändische Tourismus verliert Einnahmen in Millionenhöhe und die Besitzer der Ausflugsboote sind natürlich auch nicht begeistert. Ob der Tourismus auf Koh Phi Phi ab 2021, wenn die Maya Bay – Stand heute – wieder öffnet, wenigstens reguliert wird, steht noch in den Sternen – geplant war es zumindest mal.

Hype um The Beach: Warum eigentlich?

Schaut man sich das Beispiel mit der Maya Bay auf Koh Phi Phi an, stellt sich die Frage: Wie passiert es immer wieder, dass ein bestimmtes Reiseziel plötzlich zum Must-See erklärt wird? Ein Grund sind sicher die Sozialen Medien wie Facebook oder Instagram, durch die schöne Orte rasend schnell Aufmerksamkeit bekommen und das Gefühl erzeugt wird: Da muss ich auch hin. Unzählige Bucket Lists geistern durchs Netz, Touristen bewerten und empfehlen fleißig weiter. Die Folge: Städte wie Barcelona oder Venedig brechen unter den Massen an Besuchern zusammen, die Bewohner haben die Nase längst voll. Besondere Orte wie Machu Picchu oder eben die Maya Bay auf Koh Phi Phi können nicht mehr geschützt werden.

Doch trotzdem stellt sich die Frage: Die Welt ist so unglaublich groß, es gibt unzählige atemberaubende Orte, an denen viel einzigartigere Erlebnisse warten und man keine Gefahr läuft, sich mit Menschenmassen um den besten Platz zu streiten. Wieso verteilt es sich also nicht besser? Gerade in Thailand verwundert es: Natürlich ist Koh Phi Phi eine traumhafte Insel und The Beach hat zusätzlich den Promi-Faktor – aber es gibt über 500 Inseln mit tollen Stränden dort, von denen eine schöner ist als die andere! Wir empfehlen also: Suchen Sie sich doch einfach eine der kleinen, unbekannten Inseln für Ihre Thailand Reise aus. Hier können Sie teilweise Thailand so erleben, wie es noch vor 20 Jahren war – wunderschön, authentisch, ursprünglich. Und die Natur wird es Ihnen danken, wenn Sie sich so verhalten, dass die versteckten Paradiese auch in 20 Jahren noch in ihrer natürlichen Schönheit erstrahlen.

Das sind unsere 5 liebsten Alternativen zu Koh Phi Phi:

  • Koh Phayam: Noch ein Geheimtipp für Ruhesuchende
  • Koh Kood: Paradiesische Dschungelinsel
  • Koh Bulon: Unerschlossene Postkartenidylle ohne Wifi und mit wenig Strom
  • Koh Phra Thong: Robinson Crusoe Feeling an menschenleeren Stränden
  • Koh Maphrao aka Coconut Island: Winzige Insel mit besonderer Küche

Life is good at the Beach – vor allem, wenn es nicht so überfüllt ist.

Alternativen zu Koh Phi Phi in Thailand und mehr

Diese Reise können Sie ganz nach Ihren Wünschen anpassen! Erfahren Sie mehr über Thailand oder lassen Sie sich vom Reisebericht von Carola und Ihrer Familie inspirieren.

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