Faire Jobs im Tourismus –

So kann die Reisebranche zu einer besseren Zukunft beitragen

6 positive Auswirkungen von Jobs im Tourismus weltweit

Der Welttourismustag steht dieses Jahr unter dem Motto „Jobs and Tourism“ – das haben wir zum Anlass genommen, uns mal genauer anzuschauen, wie Jobs im Tourismus einen positiven Einfluss auf die lokale Bevölkerung in Reiseländern haben. Natürlich gibt es hier positive und negative Aspekte – wir wollen zeigen, wie es idealerweise ablaufen soll und durch Beispiele das Thema greifbarer machen.

1. Einnahmequelle für die lokale Bevölkerung

Jobs im Tourismus bedeuten in den Reiseländern vor allem erstmal eins: Eine zusätzliche, verlässliche Einnahmequelle. So können die Menschen vor Ort zum Beispiel Unterkünfte anbieten, lokale Aktivitäten veranstalten oder als Tourguides arbeiten und ihre eigenen Lebensbedingungen sowie die ihrer Familie dadurch entscheidend verbessern. Dabei ist wichtig, dass dies nicht nur während der Hauptreisezeit passiert, sondern auch in der Nebensaison genug Leute die Angebote in Anspruch nehmen – sonst ist es für die Locals schwer, ihre Geschäfte aufrecht zu erhalten. Natürlich ist es auch wichtig darauf zu achten, dass die Arbeitsbedingungen passen – mehr zu dem Thema finden Sie weiter unten. 

Ein Beispiel: Wir bieten in allen Reiseländern Meet the Locals Aktivitäten an, bei denen alle Einnahmen zu 100 Prozent der lokalen Bevölkerung zugutekommen. Machen Sie zum Beispiel einen Kochkurs in Suriname, helfen Sie bei der Ernte in in Vietnam, forsten Sie Korallen in Indonesien auf oder besuchen Sie einen Kurs im Handwerk in Peru. Immer wieder hören wir von schönen persönlichen Geschichten unserer Partner, wie zum Beispiel von Alejandro, Besitzer eines Homestays, und seinem Sohn, der in Peru ein Praktikum in unserer lokalen Agentur macht. 

Handwerk in Peru

2. Faire Bezahlung

In Deutschland verdient jemand, der als Kellner jobbt, mindestens 9,19 Euro die Stunde. In Sri Lanka oft gerade mal 40 Euro im Monat. Dumpinglöhne sind in vielen Ländern ein riesiges Problem. Auch im Tourismus gibt es das natürlich: Recht extrem ist es oft auf Kreuzfahrtschiffen, und auch Angestellte in Reiseländern, zum Beispiel in Hotels oder Restaurants, verdienen meistens schockierend wenig. Hier können faire Reiseunternehmen aber entscheidend eingreifen, indem sie zum Beispiel nur mit Unterkünften oder Restaurants zusammenarbeiten, in denen eine gerechte Bezahlung gewährleistet ist.

Ein Beispiel: Laut unserem Verhaltenskodex müssen alle Beschäftigen unserer Partner mindestens den Mindestlohn bekommen. Außerdem bieten wir Fair Trade Reisen an, im Rahmen derer Sie zum Beispiel Kaffee- oder Kakao-Plantagen besuchen und die den Handel zu rundum fairen Konditionen unterstützen.

Arbeiten als Tourguide: Faire Bezahlung

3. Faire Arbeitsbedingungen

Und nochmal die Kreuzfahrtschiffe: Hier herrschen oft katastrophale Arbeitsbedingungen. Je nachdem, unter welcher Flagge ein Schiff fährt, sind hier schonmal Schichten über 14 Stunden angesagt. Auch im Tourismus in einzelnen Ländern gibt es das Problem der Ausbeutung, aber es geht auch ganz anders: Nachhaltige Reiseunternehmen mit Zertifizierung von Travelife oder Tourcert verpflichten sich, faire Arbeitsbedingungen zu garantieren. Dazu gehören nicht nur geregelte Arbeitszeiten, sondern auch die Behandlung auf Augenhöhe, das Verbot von Kinderarbeit und die Gleichstellung von Frauen.

Ein Beispiel: Unser Verhaltenskodex legt unter anderem fest, dass Urlaub gewährleistet ist und der Ausfall bei Krankheit oder Schwangerschaft abgesichert ist. Außerdem werden Menschenrechtsverletzungen und Kinderarbeit keinesfalls akzeptiert.

Faire Arbeitsbedindungen im Tourismus

4. Women Empowerment

Frauen, die im Tourismus arbeiten, haben dadurch meistens eine einzigartige Chance, ihre Situation entscheidend zu verbessern, unabhängig zu werden und sich weiterzubilden. Um Frauen dabei zu unterstützen und zu stärken, gibt es weltweit im Tourismus verschiedene Initiativen.

Ein Beispiel: Die Initiative Awamaki unterstützt in Peru Frauen in ländlichen Gegenden, ihr eigenes Business aufzubauen. So werden sie und ihre Produkte mit globalen Märkten zusammengebracht. Und das Ganze ist an den Tourismus angebunden: Sie können dieses Projekt auf Ihrer Peru Reise im Heiligen Tal besuchen, handgemachte Produkte kaufen und mehr über das Leben der Frauen und das Konzept erfahren. Außerdem bieten wir für Indonesien eine Reise an, auf der Sie Projekte besuchen, die zu 100 Prozent Frauen unterstützen.

Women Empowerment im Tourismus

5. Aufbau einer Community

Eine Hand wäscht die andere! Oft baut sich um die Jobs im Tourismus eine Gemeinschaft auf, die sich gegenseitig weiterhilft, Erfahrungen weitergibt, gemeinsam lernt und sich gegenseitig weiterempfiehlt. Das stärkt den Zusammenhalt untereinander und sorgt für Weiterbildung wie von alleine.

Ein Beispiel: Auf Kuba sind die Leute städteübergreifend vernetzt. Es gibt immer eine Empfehlung für die nächste Station, die Besitzer der casas particulares können alles organisieren von der Fahrt in den nächsten Ort bis hin zum Flicken eines Lochs in der Hose. Praktisch, unkompliziert und sehr gemeinschaftlich!

Auf Kuba gibt es eine starke Community

6. Über den Horizont hinausschauen

Ein, wie wir finden sehr wichtiger Vorteil von Jobs im Tourismus, der oft vergessen wird: Menschen aus verschiedenen Ländern und ganz unterschiedlichen Kontexten treffen aufeinander und so findet viel kultureller Austausch statt. Hierfür ist es wichtig, dass man sich auf Augenhöhe, respektvoll und unvoreingenommen begegnet.

Ein Beispiel: Wenn sie in Homestays, zum Beispiel in Südafrika, Jamaika oder der Mongolei übernachten, kommen Sie automatisch mit den Menschen vor Ort ins Gespräch und können die einzigartige Chance wahrnehmen, mehr über das Land und das Leben zu erfahren.

Voneinander lernen im Tourismus

 

Nachhaltig und verantwortungsvoll Reisen

In der Reisebranche finden Sie immer mehr soziale Unternehmen, wie Fairaway. Für uns ist es wichtiger, einen positiven Beitrag zu einer schöneren Welt zu leisten, als Geld zu verdienen. Als soziales Unternehmen halten wir es für wichtig, dass die Menschen in den besuchten Ländern auch vom Tourismus profitieren. Dies bedeutet zum Beispiel, dass Angestellte ein angemessenes Einkommen haben, dass Reisende häufig in kleinen Hotels übernachten und Ausflüge unternehmen, die ein authentisches Erlebnis bieten. 

Wie wäre es mit diesen Reisen?

Hier gibt es mehr Inspiration:

Möchten Sie jeden Monat Reise-News und Insider-Tipps von unseren Experten bekommen?

* indicates required

Sie haben sich erfolgreich für den Newsletter angemeldet!