Berggorillas in Uganda –

Hautnah bei den größten Primaten der Welt

Trekkingtour zu den Berggorillas in Uganda: Das müssen Sie wissen

Haben Sie schon mal einem echten Gorilla gegenübergestanden? Und wir sprechen hier nicht von den oft in viel zu beengten Verhältnissen lebenden Exemplaren in Zoos, sondern vom natürlichen Lebensraum der gigantischen Menschenaffen. Nein? Wir können Ihnen versichern: Wenn es so weit ist, wird das ein unvergesslicher und sehr glücklicher Moment sein. Ein perfekter Ort dafür ist Uganda – erfahren Sie hier alles, was Sie zu den Trekkingtouren auf der Suche nach den größten lebenden Primaten wissen müssen.

Berggorillas in Uganda: (Fun) Facts

  • Fast die Hälfte der weltweit lebenden (ca. 800) Berggorillas lebt in Uganda – grundsätzlich sind die Tiere vom Aussterben bedroht
  • Berggorillas sind bis zu 1,75 Meter groß und bis zu 200 Kilos schwer – und die Arme können eine Länge von 2,75 Metern erreichen!
  • Die gigantischen Primaten können nicht schwimmen, plantschen aber gerne.
  • Nachts sind alle Berggorillas … müde: Die Tiere sind tagaktiv und halten täglich eine Mittagsruhe von ca. 10 bis 14 Uhr.
  • Berggorillas leben in Gruppen von bis zu 40 Tieren zusammen – und das bis zu 20 Jahre lang.
  • Zu 98,6 Prozent haben Berggorillas eine ähnliche DNA wie Menschen. Sie weinen, wenn ihnen etwas weh tut und lachen, wenn man sie kitzelt

Berggorilla in Uganda – gigantische Menschenaffen

Genug gelernt? Dann kommen wir zu ihrem konkreten Urlaubserlebnis: Berggorilla Trekking in Uganda!

Hier leben die Berggorillas in Uganda

In Uganda leben alle Berggorillas im Bwindi Impenetrable Forest National Park und im Mgahinga-Gorilla-Nationalpark. Letzterer erstreckt sich auch nach Ruanda, die Gorillas springen manchmal zwischen den Ländergrenzen hin und her. Auch in Ruanda kann man also Berggorilla Trekking erleben – doch in Uganda ist es viel günstiger. Der Bwindi National Park ist bekannt für seinen dichten Blätterwald – was ihm den Beinamen „The Place of Darkness“ eingebracht hat – und seine unglaubliche Biodiversität. Die Gorillas hier sind daran gewöhnt, dass hier öfter Menschen vorbeikommen. Es gibt sogar Gruppen, die sich aus dem Wald raus trauen und den Eco Lodges einen Besuch abstatten! Die Landschaft ist geprägt durch viel Grün, Teefelder, Vulkanhänge und vor allem Regenwald.

So läuft die Berggorilla Trekkingtour ab

Ideal für Frühaufsteher: Die Wanderung im Bwindi Park startet schon gegen 5:30 morgens von Buhoma, Ntungamo, Rushaga oder Ruhinga aus. Zuerst geht es mit dem Auto Richtung Dschungel, danach sind Ihre Füße gefragt. Das Trekking dauert zwischen zwei und sechs Stunden, je weiter man läuft, desto steiler wird es. Der Regenwald scheint an manchen Stellen auf der Suche nach den Berggorillas undurchdringlich, sodass die Wanderung je nach Witterung ganz schön anstrengend sein kann: Ein Dickicht aus Wurzeln, Dornen und Ranken erwartet Sie. Aber durchhalten lohnt sich – und jeder Ranger hat eine Machete dabei, denn Lichtungen gibt es kaum und die Berggorillas können überall sein.Die Länge der Tour hängt davon ab, wo sich die Berggorillas gerade aufhalten. Hat man sie gefunden, darf man ca. eine Stunde mit ihnen verbringen – genug Zeit, um Fotos zu machen und das Ganze auf sich wirken zu lassen. Am Anfang kann es ganz schön gruselig sein, einem echten Gorilla gegenüberzustehen, dessen Gesten zu sehen und Geräusche zu hören. Deswegen werden Sie natürlich nicht nur von erfahrenen Guides begleitet, sondern von ihnen auch darauf vorbereitet, was Sie erwartet. Nach der Wanderung werden Sie mit einem Kopf voller neuer Eindrücke in Ihre Unterkunft zurückgebracht. 

Ausgebildeter Ranger beim Trekking im dichten Dschungel

Wichtige Informationen für die Planung

Bevor Sie sich in die Wanderstiefel schwingen, sollten Sie Ihr Erlebnis mit den gigantischen Menschenaffen gut planen. 

  • Für eine Wanderung zu den Berggorillas in Uganda brauchen Sie eine spezielle Erlaubnis, genannt Permit, die Sie im Voraus organisieren müssen. So wird garantiert, dass die Touristenzahlen nicht zu hoch werden und die Gorillas nicht in ihrem Lebensraum gestört werden. 
  • Pro Tag werden für den Bwindi Nationalpark 96 Genehmigungen verkauft, pro Gruppe dürfen es nur acht Teilnehmer sein
  • Achten Sie unbedingt darauf, die Genehmigung für das richtige Gebiet zu holen
  • Die Kosten für das Trekking liegen in Uganda im April, Mai und November ungefähr bei 360 Euro, das restliche Jahr über bei 500 Euro. Im Vergleich: In Ruanda kostet die Erlaubnis ganzjährig 1.200 Euro.
  • Zur Regenzeit kann es schwierig sein, das Trekking anzutreten, da die Straßen im Regenwald dann oft zu überflutet sind. Informieren Sie sich im Vorfeld über die empfohlene Reisezeit.

Packliste für das Berggorilla Trekking in Uganda

Das darf auf keinen Fall in Ihrem Gepäck fehlen, wenn Sie sich auf Ihrer Uganda Reise auf die Wanderung zu den Menschenaffen machen:

  • Tagesrucksack – übrigens können Sie für knapp 20 Euro die Dienste eines Trägers mieten, der nicht nur den Rucksack übernehmen kann, sondern Ihnen an rutschigen Stellen auch gerne hilft.
  • Gute Trekkingschuhe mit Gamaschen oder – wie die Locals – Gummistiefel mit einem guten Profil
  • Lange Hose, Shirt, Longsleeve, Regenjacke – es empfiehlt sich der Zwiebellook, da das Wetter sehr wechselhaft sein kann. Auch eine Regenhose schadet nicht.
  • Zwei bis drei Liter Wasser, am besten in nachfüllbaren Wasserflaschen oder einem Schlauch – genug trinken ist ein Muss!
  • Snacks oder Obst, um zwischendurch Energie zu tanken
  • Moskitospray und Sonnenschutz
  • Handschuhe (wie gesagt, Dornen sind überall…), ggf. Mütze
  • Je nachdem, ob Sie Ihr Erlebnis festhalten oder einfach nur den Moment genießen wollen: eine gute Kamera

Berggorilla hautnah in Uganda erleben

Der bedrohte Lebensraum der Berggorillas in Uganda

Ein großes Problem für die Berggorillas in Uganda sind Wilderer, die Jagd auf die Gorillas machen. Was erstmal grausam klingt und natürlich auch ist, geschieht in erster Linie aus einer großen Notsituation heraus: Um die eigene Familie zu ernähren. Dies hatte zur Folge, dass der Bestand der Primaten 1991 auf 300 Tiere zurückgegangen war. Daraufhin eröffnete die ugandische Regierung den Bwindi Nationalpark, zu dem man nicht unbegrenzt Zutritt hatte. Doch die Jagd ging trotzdem weiter, die Lebenssituation der Locals hatte sich nicht verbessert. Eine Zwickmühle, aus der es seit 2017 endlich einen Ausweg gibt.

Wie Kaffee den Berggorillas helfen kann

Das Sozialunternehmen Gorilla Conservation Coffee unterstützt Kaffee-Kleinbauern, sich durch den Anbau und Vertrieb von Kaffee ein solides Standbein aufzubauen. So können sie ihre Familien ernähren zu können, ohne die Tierwelt Ugandas weiter so massiv zu gefährden und den Regenwald zu plündern. Eine sehr wichtige Sache, denn: Viele Wilderer hatten schon selber beschlossenen, damit aufzuhören und in Kaffee zu investieren. Doch sie konnten aufgrund des fehlenden Absatzmarktes nicht davon leben.Die Tierärztin Gladys Kalema-Zikusoka schaffte – nach einer Reise zutiefst geschockt von der herrschenden Armut in Uganda – Abhilfe und versprach Unterstützung, unter der Bedingung, dass die Wilderei aufhören musste. Das Ergebnis: Ein großer Teil der Kaffeebauern stimmte zu, sie gründete das Unternehmen und heute kann man den Gorilla Kaffee in Uganda, Kenia, Neuseeland, Kanada und den USA kaufen. Dabei wird nicht nur auf den nachhaltigen Anbau geachtet, sondern es werden auch gezielt Kaffeebäuerinnen unterstützt. Natürlich gibt es auch hier Probleme, zum Beispiel finanzieller Art: Es fehlt einfach an Geld, um die Erträge zu steigern. Aber grundsätzlich eine tolle Initiative und ein Schritt in die richtige Richtung, finden wir! 

Kaffee statt Gorilla Wilderei in Uganda

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